Assassin's Creed Reihenfolge: Der einzige Guide, den Sie brauchen (2026)
Die Frage quält jeden, der mit der Serie anfangen will: Wo zum Teufel fange ich an? Über 20 Spiele, zwei Zeitleisten, drei große Handlungsbögen – und alle Fans empfehlen etwas anderes. Ich habe den Fehler gemacht, mit dem falschen Teil zu starten. Das Ergebnis: Ich habe das Franchise fast aufgegeben. Dieser Guide erspart Ihnen das.
Die zwei Arten, Assassin's Creed zu spielen
Bevor wir in die Listen abtauchen, müssen wir eine Sache klären. Es gibt zwei komplett verschiedene Reihenfolgen, und die Wahl zwischen ihnen entscheidet, ob Sie die Serie lieben oder hassen.
Die Erscheinungsreihenfolge zeigt, wie sich die Spiele entwickelt haben – vom klobigen ersten Teil bis zum gigantischen RPG-Hybriden. Die chronologische Reihenfolge der Geschichte springt durch die Zeit, erzählt aber die zusammenhängende Handlung der Assassinen und Templer.Die meisten Artikel werfen einfach beide Listen hin und überlassen Ihnen die Entscheidung. Das ist faul. Denn die richtige Antwort hängt von einer einzigen Frage ab: Sind Sie neu in der Serie?
Wichtige Erkenntnisse
- Die Erscheinungsreihenfolge ist für Neulinge die beste Wahl – sie zeigt die Entwicklung der Mechaniken.
- AC 1 (2007) ist fummelig, aber das Verständnis der Grundlagen lohnt sich.
- Die Desmond-Saga (AC 1 bis AC 3) bildet den ersten abgeschlossenen Handlungsbogen.
- Die RPG-Trilogie (Origins, Odyssey, Valhalla) ist eine eigene Erfahrung – nicht mit den alten Teilen vergleichbar.
- Sie können problemlos einzelne Spiele überspringen, ohne den Überblick zu verlieren.
- Ubisoft+ ist die günstigste Möglichkeit, alle Titel zu spielen.
Die komplette Liste in Erscheinungsreihenfolge
Hier ist die Referenzliste, die Sie suchen. Alle Hauptspiele der Serie, sortiert nach Veröffentlichungsdatum. Die Spin-offs wie Chronicles oder Liberation habe ich weggelassen – wir kommen gleich darauf zurück.
| Jahr | Titel | Zeitperiode | Hauptfigur |
|---|---|---|---|
| 2007 | Assassin's Creed | Dritter Kreuzzug (1191) | Altaïr |
| 2009 | Assassin's Creed II | Renaissance (1476–1499) | Ezio |
| 2010 | Assassin's Creed: Brotherhood | Rom (1500–1507) | Ezio |
| 2011 | Assassin's Creed: Revelations | Konstantinopel (1511–1512) | Ezio |
| 2012 | Assassin's Creed III | Amerikanische Revolution (1754–1783) | Connor |
| 2013 | Assassin's Creed IV: Black Flag | Goldenes Zeitalter der Piraterie (1715) | Edward Kenway |
| 2014 | Assassin's Creed: Rogue | Siebenjähriger Krieg (1752–1760) | Shay |
| 2014 | Assassin's Creed: Unity | Französische Revolution (1789) | Arno |
| 2015 | Assassin's Creed: Syndicate | Viktorianisches London (1868) | Jacob & Evie |
| 2017 | Assassin's Creed: Origins | Ägypten (49–43 v. Chr.) | Bayek |
| 2018 | Assassin's Creed: Odyssey | Griechische Antike (431–404 v. Chr.) | Kassandra/Alexios |
| 2020 | Assassin's Creed: Valhalla | Wikingerzeit (873–878) | Eivor |
| 2023 | Assassin's Creed: Mirage | Bagdad (861) | Basim |
| 2026 | Assassin's Creed: Shadows | Japan (1579) | Naoe & Yasuke |
Die übersehenen Titel, die niemand erwähnt
Rogue wird ständig vergessen – zu Unrecht, denn es ist das fehlende Puzzle-Stück zwischen Black Flag und AC III. Sie spielen Shay, einen Assassinen, der zu den Templern überläuft. Das klingt simpel, ist aber die einzige Perspektive der Gegenseite in der gesamten Serie. Die Geschichte überspringt ihn gerne, und genau deshalb ergibt AC III inhaltlich weniger Sinn.
Die Spin-offs wie Liberation (PS Vita) und die Chronicles-Teile (2.5D-Spiele in China, Indien, Russland) sind komplett verzichtbar. Sie erzählen Nebenepisoden, die nie wieder aufgegriffen werden. Ich habe sie gespielt – aus Pflichtbewusstsein. Bereuen kann ich nur die Zeit.
Die chronologische Reihenfolge: Die Geschichte richtig erzählt
Wenn Sie die Handlung der Assassinen gegen die Templer in der richtigen zeitlichen Abfolge erleben wollen, sieht die Liste anders aus. Aber Vorsicht: Diese Reihenfolge ist nur für Veteranen gedacht.
Die historische Chronologie beginnt mit Odyssey (Antikes Griechenland), gefolgt von Origins (Ägypten). Dann kommt Mirage (Bagdad), danach AC 1 (Kreuzzug), dann AC II-Trilogie (Ezio), dann Black Flag, dann Rogue, dann AC III, dann Unity, dann Syndicate, dann Valhalla und schließlich Shadows (falls Sie die Neuzeit-Handlung von Valhalla ignorieren).
Und genau hier liegt das Problem: Es funktioniert erzählerisch nicht. Die moderne Rahmenhandlung (die Desktopszenen, in denen Sie als moderner Charakter Erinnerungen erforschen) folgt einer komplett anderen Logik. Sie spielen als Layla Hassan in der Reihenfolge Origins → Odyssey → Valhalla, aber als Desmond in AC 1 bis III. Die Chronologie der historischen Epochen hat keinerlei Auswirkung auf die Gegenwartshandlung.
Der einzige Grund, die chronologische Reihenfolge zu spielen, ist ein besseres Verständnis der Isu-Handlung – dieser mysteriösen Vorgängerzivilisation, die in Odyssey und Valhalla stark ausgebaut wird. Sie sehen die Entwicklung der Geschichte dieser antiken Rasse, anstatt sie rückwärts zu erfahren.
Meine Empfehlung: Mischen Sie beide Ansätze
Nachdem ich beide Wege ausprobiert habe – und ich meine wirklich beide, mit allen Konsequenzen – hier meine ehrliche Empfehlung:
Für Neulinge: Die Erscheinungsreihenfolge. Aber mit Abkürzungen.Spielen Sie: AC 1 → AC II → Brotherhood → (optional: Revelations) → AC III → Black Flag → Origins → Odyssey oder Valhalla.
Das klingt willkürlich, hat aber einen Grund. Diese sieben Spiele bilden die zentralen Erzählstränge. Revelations können Sie überspringen, wenn Sie Ezio nicht genug lieben. Rogue, Unity und Syndicate sind nett, aber nicht entscheidend für das große Bild. Mirage ist eine Rückkehr zu den Wurzeln – spielen Sie es, wenn Sie die alten Teile mochten, aber die RPG-Mechanik von Origins/Odyssey nicht.
Hier ist der wichtigste Rat, den ich geben kann: Brechen Sie die Serie in zwei Hälften. Die klassische Ära (AC 1 bis Syndicate) und die RPG-Ära (Origins bis Shadows). Viele Spieler, die mit Valhalla anfangen und dann AC 1 ausprobieren, brechen ab – weil die Mechaniken so anders sind. Umgekehrt gilt dasselbe.
Welches Assassin's Creed sollte man als erstes spielen?
Die häufigste Frage überhaupt, und die Antwort ist frustrierend nuanciert.
Wenn Sie die komplette Serie erleben wollen: Assassin's Creed (2007). Ja, es ist alt. Ja, die Missionen sind repetitiv. Ja, die Steuerung fühlt sich an wie ein Relikt. Aber es etabliert die Grundlagen: den Animus, die Kriege der Assassinen gegen die Templer, die Mechanik des Blendens. Sie werden danach jedes andere Spiel der Serie besser verstehen – und schätzen. Wenn Sie die beste Einzelspieler-Erfahrung suchen: Assassin's Creed II (2009). Das ist der Teil, den ich jedem empfehle, der die Serie nur einmal erleben will. Ezio Auditore ist die ikonischste Figur des Franchise, die Geschichte ist kompakt, und die Mechaniken sind modern genug, um nicht zu frustrieren. Ehrlich gesagt: Hätte ich 2007 mit AC II begonnen statt mit AC 1, wäre ich wahrscheinlich früher bei der Serie geblieben. Wenn Sie moderne RPG-Mechanik bevorzugen: Assassin's Creed Odyssey (2018). Es ist ein fantastisches Spiel, aber nur am Rande ein Assassin's-Creed-Spiel. Die Entscheidungen, die Sie treffen, beeinflussen die Handlung – ein Novum in der Serie. Wenn Sie aus anderen Open-World-RPGs wie The Witcher 3 kommen, ist dies Ihr Einstieg.Die Frage nach dem ersten Spiel hat übrigens noch eine dritte Antwort: die Desmond-Saga (AC 1 bis III). Sie ist der einzige Handlungsbogen mit einem richtigen Abschluss. Die moderne Geschichte wird danach verworfen, neu erfunden und schließlich für Layla wiederbelebt, die in Origins ihr Debüt feiert.
Die drei Handlungsbögen, die Sie kennen sollten
Was die meisten Listen nicht erklären, ist die narrative Struktur. Die Serie besteht aus drei großen Erzählsträngen, die sich nie ganz verbinden:
Bogen 1: Desmond Miles (AC 1 bis AC III). Ein Barkeeper, der in die Geheimnisse der Assassinen gezogen wird. Die Geschichte ist geschlossen – sie endet mit AC III. Keine neue Spielerin braucht diese Handlung, um die späteren Spiele zu verstehen. Bogen 2: Layla Hassan (Origins bis Valhalla). Eine moderne Assassinin, die in den Animus geht, um die Vergangenheit zu erforschen. Diese Handlung baut auf der Isu-Mythologie auf und endet – Überraschung – wieder ungelöst. Valhalla beendet ihren Bogen abrupt, mit einer Andeutung auf einen größeren Konflikt. Bogen 3: Die Einzelspieler-Handlungen (Unity, Syndicate, Mirage, Shadows). Diese Spiele haben die moderne Rahmenhandlung fast vollständig gestrichen. Sie spielen fast ausschließlich in der Vergangenheit, und die Geschichte ist in sich geschlossen. Hier können Sie problemlos einsteigen, ohne Vorwissen.Das ist ein wichtiger Punkt, den die meisten Guides nicht erwähnen: Die Serie hat sich von einer zusammenhängenden Erzählung zu einer Anthologie entwickelt. Die neuesten Spiele sind eigenständig. Einsteiger können mit Shadows beginnen, ohne irgendetwas zu verpassen. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, hängt an der Nostalgie der alten Tage.
Das Problem mit der Erscheinungsreihenfolge: Burnout
Jetzt die ehrliche Wahrheit, die kein offizieller Guide erzählt: Die Erscheinungsreihenfolge führt bei den meisten Menschen zum Burnout.
Zwischen AC II und Brotherhood liegen dieselben Mechaniken, dieselbe Engine, dieselbe Stadt (Rom). Sie können Brotherhood überspringen und AC II direkt zu Revelations springen – die Geschichte bleibt verständlich. Und nach drei Ezio-Spielen in Folge werden Sie diese Steuerung hassen. Das ist einer der Gründe, warum so viele Spieler nach Revelations abbrechen.
Genau deshalb hat Ubisoft mit AC III einen Neustart versucht – neue Engine, neue Figur, neues Setting. Und genau deshalb sind Origins und Odyssey so radikal anders.
Mein praktischer Rat: Spielen Sie maximal zwei Spiele derselben Ära hintereinander. Wenn Sie nach AC II und Brotherhood keine Lust mehr auf Renaissance haben, springen Sie direkt zu Black Flag. Die Geschichte der Assassinen verzeiht solche Sprünge. Die moderne Rahmenhandlung haben Sie nach AC III ohnehin verstanden.
Die Dauer- und Kostenfrage
Ein Punkt, den fast niemand erwähnt: Wie lange dauert das überhaupt? Wenn Sie die komplette Serie durchspielen, reden wir über durchschnittlich 40 bis 60 Stunden pro Hauptspiel – bei den RPG-Teilen (Origins, Odyssey, Valhalla) eher 60 bis über 100 Stunden. Bei 14 Hauptspielen bedeutet das: über 700 Stunden Spielzeit. Das sind fast 30 Tage im Animus.
Und die Kosten? Wenn Sie alle Spiele einzeln kaufen, landen Sie problemlos bei über 200 Euro. Die schlauere Variante ist Ubisoft+: Für einen monatlichen Beitrag von etwa 18 Euro bekommen Sie alle Spiele inklusive der Day-one-Veröffentlichungen. Ich nutze den Dienst seit Jahren, und der Preis ist es absolut wert. Sie können die Serie durchspielen und kündigen, sobald Sie fertig sind.
Die häufigsten Fehler beim Einstieg
Ich habe in Foren und Kommentaren jahrelang gesehen, wie Einsteiger an denselben Punkten scheitern. Drei Fehler tauchen immer wieder auf:
Fehler 1: Mit AC IV Black Flag anfangen. Ja, es ist großartig. Aber wenn Sie danach zu den älteren Teilen zurückkehren wollen, fühlt sich alles wie ein Rückschritt an. Die Schiffsmechanik von Black Flag fehlt in allen Vorgängern. Fehler 2: Die RPG-Verwirrung. Origins, Odyssey und Valhalla verlangen, dass Sie Level aufsteigen und mit Stufenaufgaben beschäftigt sind. Das sind keine Stealth-Spiele mehr – es sind Action-RPGs. Wenn Sie das nicht erwarten, werden Sie enttäuscht. Fehler 3: Die falsche Erwartung an die Gegenwartshandlung. Die modernen Spielabschnitte sind in den neuesten Spielen minimal. Wenn Sie die Desmond-Saga lieben, werden Sie mit Shadows oder Mirage nicht glücklich. Diese Spiele sind reine Historiensimulationen.Und noch ein Fehler, den ich selbst gemacht habe: Alle Spin-offs kaufen zu müssen. Es gibt keine Trophäe für Vollständigkeit, egal was die Sammler sagen.
Die Zukunft der Serie: Was kommt nach Shadows?
Die Frage nach der Reihenfolge wird sich 2026 erweitern, denn Assassin's Creed Shadows erscheint diesen Monat. Das Spiel spielt in Japan, einer der meistgefragtesten Umgebungen der Serie. Die zwei spielbaren Hauptfiguren – Naoe, eine Shinobi, und Yasuke, ein historisch belegter Samurai afrikanischer Herkunft – bieten zwei Perspektiven auf das Jahr 1579.
Für die Reihenfolge bedeutet das: Wenn Sie alle Spiele chronologisch nach Erscheinungsdatum spielen, ist Shadows der nächste Schritt nach Mirage. Eine Verbindung zur Haupthandlung gibt es nicht. Die moderne Rahmenhandlung nimmt einen neuen Faden auf.
Die gute Nachricht: Sie müssen Shadows nicht in einer bestimmten Reihenfolge spielen. Jedes neue Spiel der Anthologie-Ära ist ein eigenständiger Einstieg. Der einzige Grund, sich mit der alten Geschichte zu beschäftigen, ist Neugier – und die sollte nie von einer Liste diktiert werden.
Unsere Empfehlung: Die perfekte Starter-Route
Fassen wir zusammen. Sie wollen die Serie sinnvoll erleben, ohne sich durch 700 Stunden zu quälen. Hier ist meine Route, die ich nach Jahren des Ausprobierens als optimal betrachte:
- Assassin's Creed (2007) – Grundlagen, zwei Stunden, dann entscheiden Sie, ob Sie weitermachen.
- Assassin's Creed II (2009) – Der Höhepunkt der klassischen Ära.
- Assassin's Creed: Brotherhood (2010) – Nur wenn Sie noch mehr Ezio wollen.
- Assassin's Creed: Black Flag (2013) – Der Piraten-Geheimtipp.
- Assassin's Creed: Origins (2017) – Der Übergang zur RPG-Ära.
- Assassin's Creed: Odyssey (2018) oder Valhalla (2020) – Wählen Sie ein Setting, nicht beide.
- Assassin's Creed: Shadows (2026) – Das aktuelle Spiel.
Diese Route dauert etwa 250 Stunden und gibt Ihnen einen vollständigen Überblick über die Entwicklung der Serie. Alles andere ist Bonusmaterial.
Die andere Frage, die mir oft gestellt wird: Kann ich einfach nur Origins oder Odyssey spielen? Ja. Absolut. Diese Spiele funktionieren als eigenständige Erlebnisse. Sie müssen nicht wissen, was ein Assassine ist, um Bayek oder Kassandra zu spielen.
Und falls Sie zögern: Das Schöne an der Serie ist, dass es keinen falschen Einstieg gibt – nur verpasste Chancen. Die beste Reihenfolge ist die, die Sie tatsächlich durchspielen.