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In älteren Gebäuden, die vor 1973 gebaut wurden, kann das Trinkwasser durch Bleirohre kontaminiert sein. Blei ist bereits in geringen Mengen gesundheitsschädlich, insbesondere für Kleinkinder und schwangere Frauen, da es das Nervensystem schädigen und die Blutbildung sowie die Intelligenzentwicklung beeinträchtigen kann. Die aktuelle Trinkwasserverordnung verbietet den Einsatz von Bleirohren und verpflichtet Eigentümer zur Entfernung oder Stilllegung dieser Rohre bis 2026. Um Bleikontamination zu prüfen, sollten sichtbare Rohre kontrolliert und gegebenenfalls Labormessungen durchgeführt werden. Es ist ratsam, Wasser aus alten Rohren nicht zu konsumieren und bei längerer Standzeit das Wasser vor der Nutzung ablaufen zu lassen.
In vielen älteren Gebäuden ist die Gefahr von Bleirohren noch präsent, und das kann erhebliche Gesundheitsrisiken für die Bewohner darstellen. Blei tritt ins Trinkwasser ein, insbesondere wenn dieses länger in den Rohren stehen bleibt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Bleirohre in Ihrem Zuhause erkennen können, welche gesundheitlichen Auswirkungen sie haben und wie Sie sich vor einer möglichen Bleibelastung schützen können.
Was sind Bleirohre und wo werden sie gefunden?
Bleirohre wurden bis in die 1970er Jahre in vielen Gebäuden als Leitungsmaterial verwendet. Insbesondere in älteren Gebäuden vor dem Jahr 1973 sind diese häufig zu finden. Blei wurde aufgrund seiner Haltbarkeit und einfachen Bearbeitbarkeit oft als Material für Wasserleitungen gewählt. Doch inzwischen wissen wir, dass Blei in Trinkwasser gesundheitsschädlich sein kann.
Gesundheitsrisiken durch Blei im Trinkwasser
Blei ist ein Schwermetall, das selbst in sehr kleinen Mengen gesundheitliche Schäden verursachen kann. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, schwangere Frauen und Ungeborene, da Blei das Nervensystem schädigen und die Intelligenzentwicklung beeinträchtigen kann. Zu den möglichen gesundheitlichen Problemen zählen:
Nervenschäden
Ein hoher Bleiwert im Körper kann zu Nervenschäden führen, insbesondere bei Kleinkindern und Säuglingen, deren Nervensystem sich noch in der Entwicklung befindet. Schäden in dieser Phase können langfristige Auswirkungen auf die kognitive und motorische Entwicklung haben.
Störung der Blutbildung
Blei kann die Bildung von roten Blutkörperchen beeinträchtigen, was zu Anämie führen kann. Dies kann sich in Symptomen wie Müdigkeit, Schwäche und Blässe äußern. Bei Kleinkindern kann dies besonders schwerwiegende Folgen haben.
Kognitive Beeinträchtigungen
Studien haben gezeigt, dass eine bleibelastete Umwelt die intellektuelle Leistungsfähigkeit von Kindern negativ beeinflussen kann. Schon geringe Mengen an Blei können die geistige Entwicklung beeinträchtigen.
Wie erkenne ich Bleirohre in meinem Zuhause?
Um festzustellen, ob in Ihren Wasserleitungen Bleirohre vorhanden sind, können Sie folgende Schritte unternehmen:
Sichtprüfung
Kontrollieren Sie die sichtbaren Wasserleitungen, insbesondere im Keller oder in der Nähe des Wasserzählers. Bleirohre sind im Vergleich zu Kupfer- oder Stahlrohren weicher. Sie können mit einem Messer leicht eingeritzt werden und haben eine silbergraue Farbe.
Fragen Sie Ihren Vermieter oder Hausverwalter
Wenn Sie zur Miete wohnen, fragen Sie Ihren Vermieter oder Hausverwalter nach dem Material der Wasserleitungen und dem Installationsdatum. Sie sind verpflichtet, Ihnen diese Informationen bereitzustellen.
Laboruntersuchungen anfordern
Im Zweifelsfall können Sie eine Laboruntersuchung durchführen lassen, um die Bleibelastung des Trinkwassers zu überprüfen. Dies ist jedoch kostenpflichtig und sollte in Absprache mit dem örtlichen Gesundheitsamt durchgeführt werden.
Rechtliche Grundlagen und Verpflichtungen
Seit dem 24. Juni 2023 gibt es eine novellierte Trinkwasserverordnung in Deutschland, die ein Verbot von Bleirohren vorsieht. Bis zum 12. Januar 2026 sind alle Bleirohre und entsprechende Teilstücke zu entfernen oder stillzulegen. Hausbesitzer und Wasserversorgungsunternehmen sind verpflichtet, diese Vorschriften zu befolgen.
Verfahren zum Austausch von Bleirohren
Wenn Bleirohre in Ihrem Gebäude identifiziert werden, ist es wichtig, sie möglichst schnell auszutauschen. Hier sind einige Schritte, die Sie befolgen sollten:
Fachbetriebe konsultieren
Wenden Sie sich an professionelle Sanitär- und Heizungsunternehmen, um den Austausch der Rohre vorzunehmen. Diese können Ihnen dabei helfen, die besten Materialien für die neuen Leitungen zu wählen und sicherzustellen, dass der Austausch ordnungsgemäß durchgeführt wird.
Vollständiger Austausch vs. Teilstücke
Es ist wichtig, nicht nur Teilstücke zu entfernen, sondern die gesamten Bleileitungen auszutauschen. Auch kleinere Abschnitte aus Blei können in Verbindung mit anderen Metallwerkstoffen zu hohen Bleigehalten im Wasser führen. Daher sollte der Austausch umfassend und komplett sein.
Gesunde Alternativen zum Trinkwasser
Wenn Sie Bedenken hinsichtlich der Bleibelastung Ihres Wassers haben, gibt es einige Alternativen:
Abgefülltes Wasser nutzen
Für schwangere Frauen, Säuglinge und Kinder sollten Sie unbedingt abgefülltes Wasser verwenden, das mit dem Aufdruck „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ versehen ist. Dies stellt sicher, dass das Wasser frei von Blei ist.
Wasserfilter einsetzen
Obwohl bestimmte Wasserfilter helfen können, Verunreinigungen zu reduzieren, sind die meisten Filter nicht dafür ausgelegt, Blei vollständig zu entfernen. Daher sollten Sie sich nicht ausschließlich auf Wasserfilter verlassen, um das Risiko zu minimieren.
Präventionsmaßnahmen im Alltag
Um die Exposition gegenüber Blei zu minimieren, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
Wasser stagnieren lassen
Wenn das Wasser über längere Zeit in den Rohren gestanden hat, sollten Sie vor dem Gebrauch das Wasser einige Minuten laufen lassen, bis es kühl aus dem Wasserhahn kommt. So können Sie stagnierendes Wasser und möglicherweise enthaltenes Blei vermeiden.
Regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität
Halten Sie regelmäßige Überprüfungen der Wasserqualität in Ihrem Hauselement. Es ist wichtig, informiert zu bleiben über die mögliche Bleibelastung und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Ressourcen zur Unterstützung
Es gibt verschiedene Ressourcen, die Ihnen wertvolle Informationen über Bleirohre und deren Risiken bieten:
- Presseportal über Bleirohre
- Tagesschau über Wasserleitungen und Gesundheitsgefahren
- BR über die Gefahren von Bleirohren
- Informationen zum bleifreien Trinkwasser
- Gesundheitsamt Bremen zu Blei im Trinkwasser
Fazit
Die Gefahren von bleihaltigem Trinkwasser sind nicht zu unterschätzen. Bleirohre in älteren Gebäuden stellen ein gesundheitliches Risiko dar, das nicht ignoriert werden sollte. Durch das Erkennen von Bleirohren, das Ergreifen entsprechender Maßnahmen und das Konsultieren von Fachleuten können Sie sich und Ihre Familie vor den Gesundheitsrisiken schützen, die mit Blei im Trinkwasser verbunden sind.

Témoignages über Bleirohre: Gesundheitsrisiken durch Blei im Trinkwasser erkennen und vermeiden
Als ich in meine neue Wohnung zog, war ich zunächst begeistert von den alten charmanten Details. Doch nach einigen Monaten begannen sich ernsthafte Bedenken zu entwickeln, als ich zum ersten Mal von den Risiken von Bleirohren hörte. Ich erfuhr, dass die Leitungen in meinem Gebäude aus Blei bestanden und dass dies ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellt. Vor allem für meine kleinen Kinder war ich besorgt, da ich wusste, dass Blei negative Auswirkungen auf ihr Nervensystem haben kann.
Um sicherzustellen, dass ich die richtige Entscheidung treffe, wandte ich mich an meinen Vermieter. Dieser konnte mir jedoch keine klaren Informationen über das Alter und Material der Wasserleitungen geben. Dies führte mich dazu, selbst weitere Nachforschungen anzustellen und mich über meine Rechte als Mieter zu informieren. Ich erfuhr, dass ich Anspruch auf bleifreies Trinkwasser habe und dass Bleirohre bis zum Jahr 2026 ausgetauscht oder stillgelegt werden müssen.
Nachdem ich zusätzliche Informationen über die Trinkwasserverordnung gesammelt hatte, beschloss ich, eine professionelle Untersuchung durchzuführen. Ein Unternehmen kam vorbei und führte eine Labormessung durch. Das Ergebnis war alarmierend: Der Blei-Gehaltswert in unserem Wasser lag über dem zulässigen Grenzwert. Dies bestätigte meine Bedenken und zwang mich dazu, sofort Maßnahmen zu ergreifen.
In der Zwischenzeit stellte ich sicher, dass meine Familie kein Wasser aus den Leitungen konsumierte. Wir kauften abgefülltes Wasser, das als geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gekennzeichnet war. Diese Umstellung war zwar aufwändig, aber ich wusste, dass es für die Gesundheit meiner Kinder entscheidend war. Ich riet auch anderen Bewohnern im Gebäude, sich ebenfalls zu informieren und potenziell ihr Wasser zu testen, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.
Schließlich sah ich keinen anderen Ausweg, als dies rechtlich anzugehen. Ich kontaktierte die Verbraucherzentrale und informierte sie über die Situation. Das Gespräch war aufschlussreich und gab mir einen weiteren Anreiz, aktiv zu werden und den Austausch der Bleileitungen zu fordern. Ich fühlte mich gestärkt, da ich nun wusste, dass ich nicht alleine war und dass es rechtliche Rahmenbedingungen gibt, die mich unterstützen.
