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IN FORM – Deutschlands Engagement für gesunde Ernährung und aktive Lebensweise
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Seit 2008 verfolgt die Bundesregierung mit dem Nationalen Aktionsplan IN FORM das Ziel, Fehlernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht in Deutschland zu bekämpfen. Durch über 300 Projekte in verschiedenen Lebensbereichen, von der frühen Kindheit bis ins Alter, wird eine nachhaltige Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens angestrebt. Der Fokus liegt auf der Ernährungsbildung, der Ernährungskompetenz sowie der Schaffung von gesunden und nachhaltigen Ernährungsumgebungen. IN FORM setzt sich insbesondere für gefährdete Gruppen ein und fördert die Chancengleichheit im Bereich Ernährung. Über Kooperationen und Netzwerke werden umfassende Maßnahmen für alle Altersgruppen entwickelt.
Zusammenfassung
Der Nationale Aktionsplan „IN FORM“ ist eine Initiative der Bundesregierung, die seit 2008 darauf abzielt, die Ernährung und Bewegungsgewohnheiten in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Mit über 300 Projekten wird eine Vielzahl von Zielgruppen erreicht, von Kindern in Kindertagesstätten bis zu Senioren. Dieses Engagement fördert gesunde Essgewohnheiten, Bewegung und Chancengleichheit, um den Lebensstil bedingten Krankheiten vorzubeugen.
IN FORM – Deutschlands Engagement für gesunde Ernährung
Der Nationale Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ bündelt die Aktivitäten der Bundesregierung zur Bekämpfung von Fehlernährung und Bewegungsmangel. Ernährung und Bewegung werden hierbei als gleichwertige und entscheidende Bausteine für ein gesundes Leben betrachtet. Ziel ist es, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Deutschland zu verbessern und damit verbundene Gesundheitsrisiken zu minimieren. Die Verantwortung liegt beim BMLEH (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG).
Projekte zur Verbesserung der Ernährung und Bewegung
Mit mehr als 300 Projekten, die sich über alle Lebenswelten erstrecken, verfolgt IN FORM ein klar definiertes Ziel: Die Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens in Deutschland. Dabei werden alle Altersgruppen berücksichtigt, beginnend von den ersten 1000 Tagen des Lebens bis hin zu älteren Menschen. Ernährungsbildung und Ernährungskompetenz stehen im Vordergrund, um eine gesunde Ernährungsumgebung zu schaffen.
Kita-Projekt „Gut Essen macht stark“
Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Gut Essen macht stark – Mehr gesundheitliche Chancengleichheit im Quartier“, das in der Rostocker Kita „LüttSparling“ durchgeführt wird. Hier werden Kinder frühzeitig mit Obst und Gemüse in Kontakt gebracht und lernen gesunde Ernährungsgewohnheiten zu schätzen. Dieses Projekt zielt insbesondere darauf ab, Chancengleichheit für alle Kinder zu fördern.
Schul-AG „Klimagesunde Mensa“
Ein weiteres spannendes Projekt ist die Schul-AG „Klimagesunde Mensa“ an der IGS Kreyenbrück in Oldenburg. Hier lernen Schülerinnen und Schüler, wie sie sich klimafreundlich ernähren können, beispielsweise durch den Einsatz von Bulgur. Diese Aktivitäten, die von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen koordiniert werden, sollen ein Bewusstsein für nachhaltige Ernährung schaffen und das Ernährungsverhalten der Schüler positiv beeinflussen.
Fokus auf Senioren
Ein wichtiges Element des Aktionsplans ist auch die Unterstützung für die ältere Bevölkerung. Das Projekt „Im Alter IN FORM“ sorgt dafür, dass Seniorinnen und Senioren in Gemeinschaft gesund essen können. Hierbei wird die soziale Interaktion gefördert, was zu einer besseren Lebensqualität beiträgt. Wie eine Teilnehmerin, Erika Torbecke aus Bersenbrück, sagt: „Jeder kocht anders, aber es schmeckt wunderbar hier.“
Klimafreundliche Ernährung mit „Klimafood“
Das Projekt „Klimafood“ an der Universität Flensburg bietet eine Kombination aus Sprachförderung und gesunder Ernährung an. In Workshops werden gesunde, klimafreundliche Rezepte vermittelt, die einfach in den Alltag integriert werden können. Diese Art der Ernährungsbildung trägt dazu bei, das Bewusstsein für die eigene Gesundheit und die Umwelt zu schärfen.
Ernährungsstrategie und soziale Netzwerke
Der Nationale Aktionsplan IN FORM fördert nicht nur individuelle Projekte, sondern auch die Bildung von Netzwerken zwischen verschiedenen Akteuren im Bereich der Ernährungsbildung. Ziel ist die Schaffung eines starken Zusammenspiels zwischen den Akteuren, um praxisnahe Lösungen zu finden und zu implementieren. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Vielfalt der benötigten Maßnahmen zu erhöhen und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung angemessen berücksichtigt werden.
Vulnerable Gruppen im Fokus
Besondere Aufmerksamkeit wird auch auf vulnerable Gruppen gelegt, die oft von Ernährungsunsicherheiten betroffen sind – dazu gehören von Armut bedrohte Haushalte und Menschen mit Migrationsgeschichte. Mit massgeschneiderten Angeboten soll ihnen geholfen werden, ein gesundes und nachhaltiges Ernährungsverhalten zu entwickeln. Die strategische Partnerschaft mit verschiedenen Verbänden und Institutionen durch IN FORM zielt darauf ab, langfristige Lösungen zu fördern.
Die Rolle der DGE-Qualitätsstandards
Ein wichtiger Bestandteil der Ernährungsstrategie ist die Einführung der DGE-Qualitätsstandards für die Schul- und Kita-Verpflegung. Durch die verbindliche Umsetzung dieser Standards wird angestrebt, ein hohes Niveau der Ernährungsqualität sicherzustellen. Dies fördert nicht nur die Gesundheit der Kinder, sondern auch deren Entwicklungs- und Lernprozesse.
Online-Ressourcen und Informationsangebot
Die Website www.in-form.de dient als zentrale Anlaufstelle für Verbraucherinnen, Verbraucher und Ernährungsprofis. Hier finden sich wertvolle Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung, hilfreiche Rezepte sowie Berichte von geförderten Projekten. Diese Plattform soll den Austausch von Informationen und Ideen fördern und einen besseren Zugang zu gesundheitsförderlichen Angeboten schaffen.
Mit dem Nationalen Aktionsplan „IN FORM“ zeigt Deutschland ein starkes Engagement für die Verbesserung der Lebensqualität aller Bürger durch gesunde Ernährung und Bewegung. Von der frühkindlichen Förderung bis hin zu Initiativen für Senioren sind die Projekte vielfältig und wirkungsvoll. Zukünftig wird es entscheidend sein, den Kurs beizubehalten und weiterhin auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse einzugehen.

Erfahrungen mit IN FORM – Deutschlands Engagement für gesunde Ernährung und aktive Lebensweise
Im Rahmen des IN FORM-Projekts „Gut Essen macht stark – Mehr gesundheitliche Chancengleichheit im Quartier“ berichten zahlreiche Kinder und Eltern von den positiven Veränderungen in der Kita „LüttSparling“ in Rostock. Die kleinen Teilnehmer haben gelernt, Gemüse und Obst nicht nur zu konsumieren, sondern auch deren Wichtigkeit für ihre Gesundheit zu schätzen. „Ich esse jetzt viel mehr Obst, weil ich weiß, dass es mir gut tut!“, sagt ein begeisterter Schüler.
In der IGS Kreyenbrück in Oldenburg hat die Schul-AG „Klimagesunde Mensa“ nachhaltige Essgewohnheiten gefördert. Die Schülerinnen und Schüler wurden aktiv in die Auswahl der gesunden und klimafreundlichen Gerichte einbezogen. „Wir haben gelernt, dass Bulgur nicht nur lecker ist, sondern auch das Klima schont“, erzählt ein Schüler mit Stolz. Diese Erkenntnisse haben ihren Horizont erweitert und das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung gestärkt.
Senioren aus dem Projekt „Im Alter IN FORM“ berichten ebenfalls von ihren positiven Erfahrungen. „Das Essen hier ist nicht nur gesund, es kommt auch mit Freunden auf den Tisch“, erzählt Erika Torbecke aus Bersenbrück. Die regelmäßigen Mittagstische bieten nicht nur nahrhafte Mahlzeiten, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Das IN FORM-Projekt „KlimaFood“ der Universität Flensburg bietet eine weitere spannende Möglichkeit zur Gesundheitsförderung. Teilnehmende können hier in Workshops nicht nur kochen lernen, sondern auch ihren Wortschatz erweitern. „Ich finde es toll, dass ich mit anderen zusammen lernen kann, was gesund für mich ist“, berichtet eine Jugendliche. Diese Kombination aus Kreativität, Ernährung und Umweltschutz macht den Unterricht einzigartig und bereichernd.
Die verschiedenen Projekte von IN FORM zeigen, wie wichtig es ist, Ernährungs- und Bewegungsverhalten in der Bevölkerung zu verbessern. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstreichen die Wichtigkeit dieser Initiative. Sie fördern nicht nur ein gesundes Leben, sondern auch das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit und Umweltbewusstsein.
