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Hobbys und Ehrenamt in der Bewerbung
Bei der Präsentation von Hobbys und ehrenamtlichem Engagement in Ihrer Bewerbung ist es wichtig, die Relevanz dieser Aktivitäten für das gewünschte Berufsprofil zu erkennen. Stefanie Bickert, Jobexpertin, betont, dass Hobbys vor allem zeigen, was man gerne in seiner Freizeit tut. Sie können dazu beitragen, sich von anderen Bewerbungen abzuheben oder das Vorstellungsgespräch aufzulockern. Hobbys sollten besonders dann erwähnt werden, wenn man wenig Berufserfahrung hat oder wenn sie direkt zu den Anforderungen der Stelle passen. Allerdings ist Vorsicht geboten bei allgemeinen Hobbys, die wenig zur Differenzierung beitragen, und bei zeitintensiven Aktivitäten, die die Flexibilität in Frage stellen könnten. Im Lebenslauf sollten Hobbys und Ehrenamt am Ende unter „Besondere Kenntnisse“ aufgeführt werden, ohne den Fokus auf den beruflichen Werdegang zu verlieren.
Einleitung
In der heutigen Arbeitswelt spielen Hobbys und ehrenamtliches Engagement eine entscheidende Rolle bei Bewerbungen. Sie bieten nicht nur Einblicke in die Persönlichkeit des Bewerbers, sondern können auch als wertvolles Plus bei der Qualifikation angesehen werden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Hobbys und Ihr Ehrenamt wirkungsvoll in Ihrer Bewerbung präsentieren können, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Die Bedeutung von Hobbys in Bewerbungen
Hobbys sind mehr als nur Freizeitbeschäftigungen; sie können wichtige Soft Skills und persönliche Interessen widerspiegeln. Sie zeigen Arbeitgebern, was Sie in Ihrer Freizeit tun und was Ihnen wichtig ist. Stefanie Bickert, Jobexpertin beim Stellenportal Indeed, betont, dass Hobbys eine Bewerbung von anderen abheben können.
Ein gut gewähltes Hobby kann das Eis im Vorstellungsgespräch brechen und eine angenehme Atmosphäre schaffen. Es ist jedoch wichtig, die Relevanz der Freizeitaktivitäten für den jeweiligen Beruf gut einzuschätzen. Für Berufseinsteiger sind Hobbys oft entscheidend, während sie für erfahrene Fachkräfte weniger ins Gewicht fallen.
Wann sollten Hobbys in den Lebenslauf aufgenommen werden?
Es gibt bestimmte Bedingungen, unter denen das Aufnehmen von Hobbys in den Lebenslauf vorteilhaft ist. Folgendes sollte beachtet werden:
Begrenzte Berufserfahrung
Wenn Sie noch am Anfang Ihrer Karriere stehen und Ihre berufliche Erfahrung noch begrenzt ist, können Hobbys Ihnen helfen, relevante Fähigkeiten und Interessen zu präsentieren.
Relevanz für die Stellenbeschreibung
Wenn Ihr Hobby direkt die Anforderungen der Stelle erfüllt, ist es sinnvoll, es in den Lebenslauf aufzunehmen. Beispielsweise kann ehrenamtliches Engagement in einer leitenden Position Ihre Führungs- und Managementfähigkeiten demonstrieren.
Fragen des Arbeitgebers
Wenn Arbeitgeber aktiv nach Hobbys und Interessen fragen, sollten Sie diese bereitwillig und sorgfältig auswählen.
Wann sollten Sie auf Hobbys im Lebenslauf verzichten?
Trotz der Vorteile gibt es auch Situationen, in denen das Erwähnen von Hobbys unvorteilhaft sein kann:
Allgemeine Hobbys
Hobbys wie Lesen, Kochen oder Musik hören sind oft zu allgemein und tragen wenig zur Abgrenzung bei. Solche Aktivitäten machen die Persönlichkeit nicht greifbar.
Zeitintensive Aktivitäten
Wenn Ihre Hobbys sehr zeitintensiv sind und den Eindruck vermitteln, dass Sie weniger flexibel sind, sollten Sie darauf verzichten. Arbeitgeber schätzen oft Mitarbeiter, die bereit sind, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.
Negative Wahrnehmung
Hobbys, die potenziell negativ interpretiert werden können, wie Risikosportarten oder passive Hobbys wie Fernsehen und Computerspielen, sollten ebenfalls mit Vorsicht verwendet werden. Arbeitgeber könnten diese Aktivitäten als Zeichen von wenig sozialem Engagement ansehen.
Platzierung von Hobbys und Ehrenamt im Lebenslauf
Die Positionierung von Hobbys und Ehrenamt im Lebenslauf ist entscheidend. Es wird empfohlen, diese Informationen am Ende unter „Besondere Kenntnisse“ aufzuführen. Bei Ehrenämtern sollten auch der Zeitraum und die Art der Tätigkeit angegeben werden. Der Lebenslauf sollte jedoch nicht überfrachtet werden; der Fokus sollte auf dem beruflichen Werdegang liegen.
Wie Sie Hobbys und Ehrenamt im Anschreiben präsentieren
Im Anschreiben können Sie weiter darauf eingehen, warum Ihre Freizeitaktivitäten relevant für Ihre berufliche Qualifikation sind. Es ist entscheidend, dass Ihre Motivation und Faszination für die Aktivitäten klar rüberkommen. Ehrlichkeit ist ebenfalls wichtig; nur solche Tätigkeiten sollten erwähnt werden, die Sie tatsächlich ausüben und über die Sie im Gespräch ausführlich sprechen könnten.
Tipps zur effektiven Präsentation Ihrer Hobbys
Eine strukturierte Herangehensweise an die Präsentation von Hobbys kann den Unterschied machen. Folgendes sollten Sie beachten:
Konkret und spezifisch sein
Vermeiden Sie vage Formulierungen. Statt „Sport“ anzugeben, könnten Sie spezifisch auf „Volleyball im Verein“ eingehen, was zeigt, dass Sie teamfähig sind.
Fähigkeiten hervorheben
Stellen Sie heraus, welche Fähigkeiten Sie durch Ihr Hobby entwickelt haben. Wenn Sie beispielsweise als Trainer in einer Sportmannschaft tätig sind, können Sie Führungsqualitäten, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeiten betonen.
Hobbys, die einen positiven Eindruck hinterlassen
Einige Hobbys sind besonders positiv besetzt und können Ihre Bewerbung stärken. Dazu gehören:
Ehrenamtliche Tätigkeiten
Ehrenamtliches Engagement zeigt sozialen Einsatz und Verantwortungsbewusstsein. Viele Arbeitgeber schätzen es, wenn Bewerber bereit sind, ihre Zeit in die Gemeinschaft zu investieren. Informationen zu diesem Thema finden Sie unter hier.
Kreative Hobbys
Kreative Hobbys, wie Malen oder Musizieren, können Ihre Kreativität und Innovationskraft unter Beweis stellen. Solche Fähigkeiten sind in vielen Berufen gefordert.
Die Rolle von Referenzen im Zusammenhang mit Hobbys
Referenzen können einen positiven Eindruck hinterlassen. Wenn jemand aus Ihrem Ehrenamt oder Hobby bereit ist, eine Empfehlung auszusprechen, verstärkt dies Ihre Bewerbung. Dies zeigt auch, dass Sie in der Lage sind, Beziehungen aufzubauen und Teams zu leiten.
Abschluss
Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Hobbys und Ihr Ehrenamt professionell und ansprechend präsentieren. Verwenden Sie die oben genannten Tipps und beachten Sie die Empfehlungen von Experten wie Stefanie Bickert, um Ihre Bewerbung zu einem überzeugenden Gesamtbild zu machen. Mehr Informationen dazu und wie Sie Hobbys und Ehrenamt in der Bewerbung effektiv präsentieren können, finden Sie auch unter diesem Link.

Als ich mich auf meine erste Stelle beworben habe, war ich unsicher, ob ich meine Hobbys im Lebenslauf aufführen sollte. Nach eingehender Recherche habe ich beschlossen, mein ehrenamtliches Engagement im Tierschutz zu erwähnen. Während des Vorstellungsgesprächs konnte ich nicht nur meine Leidenschaft für Tiere teilen, sondern auch die Teamarbeit und Organisationserfahrung, die ich dabei gewonnen hatte. Dies hat mir geholfen, mich von anderen Bewerber:innen abzuheben.
Ein Freund von mir, der leidenschaftlich Schach spielt, hat seine Erfahrung ebenfalls in seiner Bewerbung genutzt. Er hat erläutert, wie das Spiel seine strategischen Fähigkeiten und seine Fähigkeit zur Problemlösung geschärft hat. Sein Interviewpartner war beeindruckt von dieser Verbindung und sah seine Schachkompetenz als positives Zeichen für die Rolle, auf die er sich beworben hat.
Dagegen hat eine ehemalige Kollegin ihre Hobbys in der Bewerbung weggelassen, da sie sich auf sehr allgemeine Aktivitäten wie Lesen und Kochen bezogen haben. Diese Hobbys brachten für ihre gewünschte Position nicht viel Aussagekraft mit und verliehen ihrem Lebenslauf nicht die nötige Tiefe. Sie stellte fest, dass spezifischere Aktivitäten, die direkt mit den geforderten Fähigkeiten korrelieren, einen viel stärkeren Eindruck hinterlassen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich persönlich erlebt habe, ist die Art und Weise, wie man Hobbys im Lebenslauf platziert. Es wird empfohlen, sie unter „Besondere Kenntnisse“ zu listen, wobei ich darauf geachtet habe, klar und prägnant zu sein. So blieb der Fokus auf meinem beruflichen Werdegang, während ich nebenbei meine persönlichen Interessen unterbringen konnte. Dies hat mein Profil abgerundet, ohne vom Wesentlichen abzulenken.
Letztlich war es mir wichtig, während des gesamten Bewerbungsprozesses, ehrlich zu bleiben. Ich habe nur über Hobbys gesprochen, die ich tatsächlich ausübe, und habe somit authentisch Kommuniziert. Diese Offenheit hat mir sowohl bei den Personalverantwortlichen als auch bei meinen Mitbewerber:innen ein gutes Gefühl gegeben, dass ich bereit war, über meine persönlichen Interessen zu sprechen.
